Go in Dortmund mit herzlichen Dank an Alfred Ebert

ANNO DOMINI 1967.
Der Anfang des Go in Dortmund begann offiziell mit einer Veröffentlichung einer Mitgliederliste in der Deutschen Go-Zeitung (Ausgabe 5/6 1967), in der vier Go-Spieler in Dortmund genannt wurden: Alfred Bohlmann († Mai 1996), Dr. Dietrich Braess und Dr. Karl Pisula mit Frau. Unabhängig davon gab es kurz darauf in NRW das 50. Mitglied im Go-Verband.

Um 1970 herum entstand der erste offizielle Spielabend im Rechenzentrum der Universität Dortmund, gegründet von zwei Mitarbeitern der Universität (Alfred Bohlmann und Reinhold Kerkhoff). Zudem leitete Reinhold Kerkhoff den Schachclub des USC (Universitäts Sport Club; Vorläufer vom heutigen Allgemeinen Hochschulsport). Unter den Schachspielern des USC befanden sich auch Mathias Helms, Bruno Baumers und Achim Sobania, die durch Kerkhoff zum Go spielen verführt wurden.

Ungefähr Mitte der siebziger Jahre entdeckte Rüdiger Burow auf der Suche nach geeigneter Schachliteratur in der Stadtbücherei auch ein Go-Buch. Er baute einen privaten Spielekreis auf, u.a. mit Helmut Illner und Erich Ferdinand, der später im Keuning-Haus sehr aktiv werden sollte. Schon 1977 trat er in den Deutschen Go Bund ein. Burow machte auf Ferienfreizeiten auf Go aufmerksam und brachte so z.B. auch Volker Happ zum Spielen, der 1981 Mitglied im DGoB wurde.

1978 ist man dann mit dem Spielabend in den ersten Stock der uninahen Gaststätte "Wolf" umgezogen, um dort mit und neben anderen Schachspielern Go zu spielen. Alfred Bohlmann hatte damals Go-Material und -Bücher beim Go-Sanyo-Verlag von Ratbod von Wangenheim (einem Gründungsmitglied des Go-Verbandes NRW) in Ratingen gekauft.
Beim 28. Lintorfer Go-Treffen 1977 nahmen (erstmals offiziell nachvollziehbar, weil in der DGOZ berichtet) zwei Dortmunder Go-Spieler teil: Alfred Bohlmann, Klasse 27, und Achim Sobania, Klasse 50. Dabei entspricht Klasse 27 dem 4. Kyu und Klasse 50 dem 16. Kyu.